Bärlauchblüten

Bärlauchbüten © Liz Collet

Bärlauchbüten © Liz Collet

Viele denken, nur die Blätter von Bärlauch seien essbar. Tatsächlich können Sie die Blüten ebenso verwenden. Sie sind nicht nur bei Spaziergängen im Wald in diesen Tagen ein zauberhafter Blickfang und auch in der Vase. Ihnen ist ein feinerer Knoblauchgeschmack eigen und eine leicht intensivere Schärfe als beispielsweise bei Schnittlauch. Brausen Sie die Blüten behutsam unter klarem Wasser, schütteln Sie sie leicht aus, um sie zu trocknen und zupfen Sie dann die Blüten mit den kleinen zarten Stengeln vom Halm.

Streuen Sie diese über Butterbrot oder Bauernbrot mit Frischkäse, am besten selbstgemachtem Frischkäse. Sie können sie auch unter Frischkäse und zusammen oder als Solisten unter Butter mischen und mit wenig Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrührt als Kräuterbutter verwenden.

Bärlauchbüten © Liz Collet

Beide schmecken wunderbar zu Pell- , Folien-, Grill- oder anderen Kartoffeln, geröstetem Brot, gegrilltem Fleisch oder Fisch und auch über gegrilles oder gebratenes Gemüse, wie Zucchini oder Auberginen und ebenso über gegrillte warme Paprika.

Natürlich schmecken Sie auch über Radieschen auf dem Brot oder Radieschen- und Kräuterquark oder über Suppen. Eine kalte Tomaten- oder Gurkensuppe beispielsweise toppen Sie mit diesen ganz leich scharfen und würzigen Blüten.

Oder Sie füllen die gesäuberten Blüten in eine Flasche und giessen Sie mit Öl oder Essig auf und lassen sie zwischen 4 und 14 Tagen stehen, bevor Sie das Blütenöl oder den Blütenessig verwenden.

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Sehr sehr lecker ist auch eine Marinade mit den Blüten, bei der Sie etwas Öl, Essig, einen kleinen Spritzer Zitrone, Prise Salz und Pfeffer vermischen und 20-30 Minuten ziehen lassen, bevor Sie sie über Tomaten mit Mozzarella, Tomaten oder Gurken oder andere Salate streuen.

Diese Marinade passt aber auch sehr gut über Käse verschiedenster Art – von Limburger, Romadour, Harzer über Weichkäsesorten, Brie und Camembert. Variieren Sie bei der Marinade bei der Wahl der Ölsorten (Walnussöl, Nussöl, zB) und bei der Wahl der Essigsorte (besonders fein: Holunderblütenessig, aber auch Weissweinessig, Nussessig, Himbeeressig oder andere Sorten nach Ihrer Vorliebe ) je nachdem zu welchem Käse oder Salat Sie dieses Dressing verwenden wollen. Bei der Verwendung von Walnussöl oder -essig passen natürlich auch leicht gebräunte oder ankaramellisierte Walnusskerne dazu.

Auch über noch warme Pellkartoffelscheiben geträufelt und zusammen mit Radieschen oder Gurke und zu hauchdünn aufgeschnittenen Scheiben von Radi (Rettich) verleiht ein Dressing mit Bärlauchblüten eine feine Note. Hauchdünn geschnittener Radi lässt sich gut mit Räucherlachs oder Lachs Graved Art kombinieren, auch mit Forelle oder Saibling Graved Art. Versuchen Sie auch zu diesen einmal eine solche Bärlauch-Vinaigrette. Ob Sie ihr ein kleines bisschen Senf (zB Dijon) beimengen oder gehacktes gekochtes Ei ist Ihrer persönlichen Geschmackspräferenz überlassen.

Und wie wäre es mit einer solchen Vinaigrette oder Dressing zu zartem gekochtem Schinkenbraten, Kassler Lachs oder hauchzartem Schinken?

Von grünem oder weissem Spargel, die jetzt Saison haben, gar nicht zu reden, die mit gekochtem Schinken und Kartoffeln nicht immer nur mit Hollandaise serviert werden müssen (auch wenn dies fraglos ein Schmankerl ist).

Mit einer Prise Cayenne oder etwas Lemon, kombiniert mit Schnittlauch oder Zitronengras lassen sich ebenfalls feine Aromenspiele zaubern.

Und wenn Sie genügend Bärlauchblütenknospen finden und sammeln, lohnt es sich, sie wie Kapern zuzubereiten: Unter fliessend Wasser kurz gereinigt, geschwenkt und abgetropft, in ein Glas gefüllt und mit einer Marinade aus Öl, Salz, Pfeffer, und kurz aufgekochtem Essig auffüllen, gut verschliessen, kurz kopfüber stellen und kühl ca 1 Woche ruhen lassen, bevor Sie sie geniessen.  Zu manchem, das bereits oben erwähnt wurde. Oder einfach zu Brot. Und Wein.

Bildquelle: Bärlauchbüten und Löwenbeisserchen © Liz Collet

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