Ganz schön gesalzen: Gemüsebrühen im Test

Wurzel für Allerlei  © Liz Collet

Wurzel für Allerlei © Liz Collet

Sind auch Sie mit den Suppenwürfeln in Ihrer Kindheit aufgewachsen? Der Maggi-Würfel war bei den Müttern gang und gäbe. Sie kamen in die Suppen, Eintöpfe, Saucen. Wenn nicht Maggi, dann die von Knorr – je nach Vorlieben der Köchinnen. Später kamen die “körnigen” Brühen hinzu – im Glas oder anderen Verpackungen. Und von anderen Anbietern. Diese und auch diverse andere Produkte, die (so die Werbung) Suppen, Saucen und Fonds aromatisch und schmackhaft fix  zubereiten lassen sollen, finden unverändert prächtigen Absatz. da stört auch wenige, dass die Mini- und übrigen Verpackungen in Aluförmchen haufenweise vermeidbarer Müll sind.

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Bei meinen Eltern und Grosseltern waren die Suppenwürfel zwar durchaus in Verwendung, aber in der Hauptsache wurden frische Gemüse für Suppen und den Saucenansatz verwendet: Zwiebeln, Sellerie, Karotten, Lauch. Aus eigenem Garten, wie bei meinen Grosseltern und anderen Familienmitgliedern, die einen solchen mit dem eigenen Häuschen hatten oder aus gepachteten Gärtchen hinter dem Mietshaus oder am Ort, wo man lebte. Wer das nicht hatte, kaufte am Bauernmarkt oder beim Bauern, wenn er konnte oder auch in Supermärkten. Und dann gern auch die Angebote, bei denen die Karotten im 5kg Sack und Sellerie und Lauch entsprechend in den Einkaufskorb und -wagen wanderten. Daheim wurden dann diese umgehend geputzt, geschnibbelt und portionsweise eingefroren und ein Teil davon umgehend bereits zu Fond und Brühen verarbeitet und auch diese zum Teil gekühlt oder auch eingefroren bevorratet.

Ähnlich im Übrigen mit Kräutern wie Schnittlauch, Dill und Petersilie, die so jederzeit portionsweise aus dem TK-Fach genommen werden konnten. Das lohnt sich auch für Singles oder Kleinhaushalte.

Inzwischen gibt es viele, die diese Basic-Zutaten trocknen und mit Gewürzen (auch Salz) vermengt und vermahlen als selbst hergestellte “körnige” Gemüsebrühen zubereiten und verwenden. Dabei ist allerdings immer auch eine Grundmenge an Salz unumgänglich, die für die Haltbarkeit benötigt wird.

Ich bevorzuge daher die TK-Vorratshaltung der geschnibbelten Gemüse (nach Sorten sortiert und gemischt) und bereits zubereiteter Suppen und Fonds, bei denen ich Salz erst hinzufügen muss und kann, wenn ich sie dann zum Kochen verwende und daher salzärmer dosieren kann. Dies ist schon deswegen sinnvoller in meinen Augen, weil ich erst dann weitere Gewürze und frische Kräuter hinzufüge, die je nach Auswahl und Sorte die Verwendung von Salz ohnehin reduzieren und weitergehend vermeiden lassen können.

6 g Salz sollte der Mensch maximal als Tagesdosis zu sich nehmen. Daher ist es keineswegs so unmassgeblich für die eigene Gesundheit, ob und wie hoch versteckte Salzanteile in Lebensmitteln und deren Produkten und damit auch in Brühen und körnigen Brühen oder ähnlichen Produkten enthalten sind. Und ebenso, wieviel Gemüse überhaupt in sog. Gemüsebrühen steckt. MARKT vom NDR hat sich in diesem rund 6-minütigem Beitrag des Themas angenommen.

Sehen, staunen………….und vielleicht doch seltener zum schnellen Salzfass, pardon: zu den fertigen Gemüsebrühen greifen?

Aber bitte, sehen Sie selbst. Und mehr zum Thema der Sendung und was so alles vor allem in den Produkten steckt auch hier.

In der Sendung getestet wurden stichprobenartig drei Produkte und mit der selbst gemachten Gemüsebrühe von Profikoch Tarik Rose verglichen:

  • klare Gemüsebrühe im Glas vom Marktführer Maggi (ein Liter für 27 Cent)
  • klare Gemüsebrühe Lemar von Aldi Nord (ein Liter für 8 Cent)
  • Bio-Gemüsebrühe von Alnatura ohne Hefe (ein Liter für 23 Cent)
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