Baldrian

Baldrian© Liz Collet

Baldrian© Liz Collet

Nicht die Blüten, sondern die Wurzeln des Baldrians sind es, die heilkundlich verwendet werden. Sie bestehen zu 0,3 bis 0,8 Prozent aus ätherischem Öl, das sich aus Monoterpenen wie Borneol und Kampfer, sowie Sesquiterpenen wie ß-Bisabolen zusammensetzt.

Zu 0,5 bis zwei Prozent sind sogenannte Valepotriate enthalten, vor allem der Inhaltsstoff Valtrat und dessen Abbauprodukt Baldrinal. Isovaleriansäure – ebenfalls ein Abkömmling der Valepotriate – ist für den charakteristischen Geruch verantwortlich. Daneben finden sich in geringen Mengen Lignane in den Wurzeln.

Menschen mögen den Geruch eher weniger, Katzen sind hingegen dem Geruch äusserst zugetan, einige Baldriantropfen an einen Kratzbaum etwa geträufelt eignen sich gut, um den Stubentiger an diesen zu gewähnen und von Mobiliar und anderen Wohnungsgegenständen nach und nach fernzuhalten. So jedenfalls lautete der Rat eines Tierarztes vor einigen Jahren zu unserem Hauskater, der sich seinerzeit bewährte.

Die Inhaltsstoffe des Baldrianextrakts greifen, wie hier erläutert wird, hemmend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem ein und wirken dadurch beruhigend sowie einschlaf- und durchschlaffördernd. Daher wird Baldrian einmal bei Angstzuständen wie Prüfungsangst und bei innerer Unruhe sowie Anspannung eingesetzt. Andererseits ist er ein mildes Mittel für Menschen mit Einschlafstörungen.Besonders bei leichten Schlafstörungen gehört Baldrian zu den beliebtesten pflanzlichen Mitteln. Häufig wird er mit ähnlich wirkenden Heilkräutern kombiniert, etwa Melisse, Passionsblume oder Hopfen.Baldrian verbessert den Schlaf aber nicht schon bei der ersten Einnahme, in der Regel sind mindestens zwei Wochen nötig, bis sich die Effekte bemerkbar machen. Dafür kommt es im Gegensatz zu vielen chemischen Schlafmitteln  es durch die Anwendung von Baldrian im Normalfall nicht zu Tagesmüdigkeit.

Quelle und weitere Hinweise zu Wirkungen und Risiken unter anderem hier, im Übrigen aber in erster Linie bei Ihrem Arzt und Apotheker.

Interessant auch “Baldrian, Hopfen und Co. -Was bringen pflanzliche Schlafmittel?”, ein rund 6-minütiger Beitrag des BR , der noch in der Mediathek hier abrufbar und sehenswert ist und den ich an anderer Stelle schon einmal erwähnte.

Bildquelle/Nutzungsrechte: Baldrian© Liz Collet

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Bitte beachten Sie, dass die Artikel dieses Blogs und seiner Posts keinen ärztlichen oder gesundheitlichen Rat darstellen und niemals fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen können oder wollen.

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