Senfkörner

Senfkörner  © Liz Collet

………sind die getrockneten Samen von Sinapis alba L. (weißer Senf), Brassica nigra (schwarzer Senf) oder Brassica juncea (brauner Senf) aus der Familie der Kreuzblütler (Cruciferen oder Brassicaceen).

Haben Sie schon einmal selbst Senf hergestellt, aus solchen Senfkörnern? Muss man nicht, schliesslich gibt es dafür jede Menge Produkte im Handel, traditionsreicher Unternehmen und mit vielen Sorten und Varianten. Ob Händlmeier aus Regensburg (meiner Studienstadt, in der man natürlich nur diesen auf den Tisch bringt oder auch beim Kochen in Gerichte und Saucen oder zum Gratinieren und vielem anderen mehr. Oder Develey aus München, meiner Isarmetropole, in der ich aufwuchs und (natürlich!) seit Grosseltern’s Zeiten “der gute Develey” auf den Tisch kommt und kam. Ich mag den einen wie den anderen. Und natürlich steht auch mehr als ein Glas französischer Senf wie Dijon (und davon verschiedene Sorten neben den klassischen) im Regal.

Und so haben Sie und andere zweifellos ihre Lieblingshersteller oder mehrere, wie ich auch. Und hier in der “kleinen Lindenburg” sind es in der Regel mindestens 10-12 verschiedene Senfsorten, die im Vorratskammerl und Kühlschrank darauf warten, viele Speisen zu verfeinern, oder zu ihnen serviert zu werden. Oder auch auf ‘s Brot gestrichen, auf Leberwurst, Blutwurst, Pressack, Zungen- oder Rotwurst, Schinken, Braten und vielem anderem mehr, auch bei Brotzeit und Buffet Geschmack und Bekömmlichkeit zu optimieren. Auch bei Linsengerichten und -Salaten beispielsweise, wie überhaupt bei Salatsaucen und Vinaigrettes.

Bei mir darf er aber auch nicht bei der grundsätzlich immer selbst hergestellten Kräuter-Blüten-Butter fehlen, bei anderen Kräuterbuttersorten ebensowenig. Zu meinen bayerischen Fleischpflanzl ist er ein MUSS, bei meinen Elsässer Fleischkiachla ebenso. Und zwar in die Fleischmasse vor dem Braten ebenso wie zum gebratenen anschliessend dazu.

Ein Klecks Senf im Kartoffelsalat macht einen feinen Geschmack. Und zum Schweinebraten oder den Haxerln oder Haxen oder Wammerl auf dem Kraut gegart ist er nicht nur schmackhafter Genuss, sondern macht solche deftigen und gehaltvollen Essen auch bekömmlicher.

Keine Frage, dass diese Sauce, die mancher bestenfalls aus dem Tütchen kennt, die dem Lachs Graved Art aus dem Supermarkt beiliegt, bei mir aus verschiedenen Zutaten und Senfsorten selbst zubereitet wird. Und auch zu mehr als eben solchem Lachs serviert. Auch wenn man diesen in vielerlei Weise – auch mit Pfannkuchen wie hier – sehr fein mit Senf auf”dressen” kann mit passender Sauce und einem Tic Senfaroma daran. Und selbst nur wenige Tropfen einer feinen Senf-Sauce oder Dips runden vieles perfekt ab.

Und was wäre die “Weisswurscht” ohne den “süssen” Senf. Die muss zwar so gut schmecken, dass sie auch ohne Senf schmeckt – aber nur, damit sie mit ihm noch besser mundet.

So sehr, wie ich Senf von Kindheit an liebe und seine vielen Möglichkeiten und Variationen, ist es eine mehr als doppelte Freude, dass ich gar “meinen Senf dazugeben” durfte, bei einem besonders schönem Film rund um Senf.  Hier.

Wolfgang Luck hat da die Feder für die Kamera geführt. Für ARTE/NDR.  Auf den Spuren eines Scharfmachers.

Ein Film über die Enstehung, die Kulturgeschichte und die vielfältige Verwendung des Senfs. Interessant wird der Film nicht nur durch die Geschichten und Informationen, die es zu diesem Scharfmacher gibt – sondern auch durch die Drehorte: Indien, Südfrankreich, West-, Süd- und Ostdeutschland. Wolfgang Lucks Filme wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und für solche nominiert.

Die französische Fassung können sie in voller Länge hier sehen. (Gelegentlich mit “deutschsprachigem Senf dazu”, wie zB beim Bautzener Senf.)

Und ich, ich liebe nicht nur diesen interessant und mit wunderbaren Bildern und Puzzlestücken zum Thema gemachten Film, sondern auch die Musik dazu. Auch aus renommierter Feder: Hans Engel. Der nicht nur mehr als  70 Filmen seit 1989 seinen Klangstempel verlieh. Am 1.11.2013 erschien übrigens Hans Engels neue CD “Lullabies of the world”, mehr zu dieser wunderschönen Arbeit hier.

Demnächst plaudere ich noch mal ausführlicher über Senf und Rezepte für und mit Senf und mit weiteren Bildern. Hier. Und auch in meinen weiteren Blogs, wie dem Schmankerlblog hier und meinem Blog aus dem “Blauen Land” rund um den Staffelsee. Versprochen. Und vielleicht auch darüber, was meine Mohnmühle damit zu tun hat….. 🙂

Blinzeln Sie gern wieder rein…………… und übrigens: SIE dürfen jederzeit gern auch den Senf dazu geben. Zu den Posts und Beiträgen dieses und meiner anderen Blogs. Ich freue mich darauf.

Bildquellen (und Infos für Erwerb von Nutzungsrechten bei Interesse):

Mehr Klang:

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5 comments

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