Pfefferminze {Mentha piperita}, Pfefferminzöl und “Echte Apotheker-Pfefferminzplätzchen”

Echte Apotheker Pfefferminzplätzchen © Liz Collet
Echte Apotheker Pfefferminzplätzchen © Liz Collet
Cave! Dieser Post hat möglicherweise Nebenwirkungen. Er ist eine kleine Lanze für die Apotheke um die Ecke. Bei mir wie bei Ihnen.  Und natürlich eine Lanze für die Kindheitserinnerung . Und ………ja, ich bin immer noch ein Kindskopf, also gibt es sie noch immer für mich, auch wenn Kindheit schon ein bisserl her ist. Aber ich halte es da sehr gern mit einem meiner Lieblingsautoren, der seinerzeit schon wusste, dass nur der ein grosser Mensch sei, der sein Kinderherz nie verliere. Ich finde, Kindskopf und -Herz gehören zusammen. 

An diesen heissen Tagen ist bei mir Pfefferminztee einer der besonders beliebten Tees über den Tag und bis spätabends.

Pfefferminztee kann man heiss und kalt und damit das ganze Jahr geniessen. Seine ätherischen Öle machen ihn auch zu einem wohltuenden Getränk, wenn man sich nicht wohl fühlt, bei Erkältung oder Grippe etwa. Pfefferminztee gehört zu den Teesorten, die in meinem Vorrat nie fehlen dürfen und von denen ich täglich mindestens eine Kanne Tee geniesse.

Minze ist eine der ältesten Kräuter- und Heilpflanzen. Bereits den Pharaonen wurde Minze ins Grab gelegt. Die Pfefferminze hingegen gibt es erst infolge verschiedener Kreuzungen seit dem 17. Jahrhundert. Danach dauerte es nicht mehr lange, bis sie auch als Heilpflanze Verwendung fand.

Pfefferminze aber ist nicht nur als Tee wohltuend – und an solchen heissen Tagen wie derzeit greife ich sehr gern auf etwas zurück zur Erfrischung, was Sie vielleicht wie ich auch bereits aus Kindheitstagen kennen:  Die sog. “Echten Apotheker-Pfefferminzplätzchen”.

In guten Apotheken sind sie noch heute und in Zellophantütchen in unterschiedlichen Größen für kleines Geld verpackt zu bekommen. Entweder beim Ladentisch und direkt neben der Kasse. Wenn Sie dort keine liegen sehen, fragen Sie den Apotheker danach. 

Diese Plätzchen werden unter Verwendung feinsten, naturreinen Pfefferminzöls (Oleum Menthae Piperitae) mit den kleinen Zuckerplätzchen hergestellt und sollen damit – so die Informationen meines Apothekers, die Sie üblicherweise auch auf den Tütchen zu lesen finden – neben ihrer ausgesprochen erfrischenden Wirkung auch noch einen günstigen Einfluss auf Atemwegs- und Verdauungsorgane haben. Letzteres will ich als medizinischer Laie nicht beurteilen oder bewerten, ich persönlich schätze ihren erfrischenden Geschmack und die angenehme Kühlung durch das ätherische Pfefferminzöl, das ihnen ihren “coolen” Geschmack verleiht. Ein Döschen mit den Pastillen habe ich daher immer in der Tasche. Es kommt zudem ohne den Plastikmüll handelsüblicher anderer wie z.B. dieser Erfrischungsdragees mit Minzgeschmack aus, weil es sich aus der Zellophantüte des Apotheken-Pfefferminzplätzchens auffüllen lässt.

Preiswerter  sind sie zudem auch, als jene “Lutschdragees” (zu deren Inhaltsstoffen hier übrigens mehr),  von denen nach Herstellerangaben immerhin jährlich  36 Milliarden Stück verzehrt werden sollen und entsprechenden Plastikmüll mit den Döschen verursachen. Plastikmüll, der unnötig und vermeidbar durch Nachfüllpackungen sein könnte, aber nicht vermieden wird. Plastikmüll, den  mancher allenfalls noch als Gewürzdosen einer Zweitnutzung zuführt. Wofür die Dosen schon nach der Grösse und Fassungsvermögen auch nur bedingt geeignet sind.

Pfefferminzpastillen werden inzwischen auch im Sortiment dieses traditionsreichen Herstellers angeboten und sind ebenfalls als Produkt in Apotheken bei den Husten- und Lutschbonbons zu finden. In seinem Portfolio finden sich manche Produkte, die ich durchaus schätze – wie etwa die wunderbar scharfen Eukalyptus-Methol Gummidrops, diese kleinen grünen kegelförmigen, gezuckerten Fruchtgummi-Hütchen mit echtem Eukalyptus-Öl und Menthol. Bei den Pfefferminz-Pastillen bin ich aber eigen – die hole ich mir in den Tütchen, die mein Apotheker hier etwa anbietet.

Auch andere Apotheken hier in der Region lohnen einen kleinen Besuch. Die Alte Apotheke in Garmisch-Partenkirchen beispielsweise bietet nicht nur schon nach ihrem äusserem Erscheinungsbild des Patrizierhauses aus dem Jahre 1797 eines der sehenswertesten Motive des Ortes, das auch Fotografen lieben, sondern auch einige Eigenerzeugnisse neben den Pfefferminzplätzchen an.

Und die nur wenige Schritte vom Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen in der Bahnhofstrasse 36 gelegene Bahnhof-Apotheke stellt hübsche Pfefferminzpastillen in Sternchenform her, die sie in Pastillen-Döschen mit hübschem Alpspitzmotiv verkauft. Dort hat man zwar bislang keine eigene Webpräsenz, berät aber ebenso wie in der Oberland-Apotheke in der Bahnhofstrasse 21 gern und ausgiebig auch über viele Zutaten und Tees, die Sie dort auch in kleinen Gramm-Mengen (10 oder 20 g bereits) kaufen können. Ob Mariendistel, Silybum marianum, Wermutkraut,  Frauenmantel , so manche andere mehr oder weniger bekannte oder in Vergessenheit geratene und unterschätzte Zutaten, aber auch Kornblumen, Kräuter und Heilkräuter und natürlich auch Teesorten, wie Brombeerblättertee, den Sie ja nicht unbedingt selbst aus zu trocknenden Blättern herstellen müssen oder können, wie ich das noch bei meiner Großmutter ebenso wie mit Kamillenblütentee gelernt habe.

Ebenso beraten Sie gute Apotheker gern zur Verwendungsmöglichkeit von Pfefferminzöl, das Sie nicht nur in den Apotheker-Pfefferminzuplätzchen erfrischend schmecken. Abgesehen davon haben Sie in Apotheken immer auch eine schnell erreichbare Quelle vor Ort, die den Zugriff auf (nicht nur durch Versandkosten, sondern Preis selbst teurere) Online-Angebote verzichtbar macht. Und meine Apotheker lassen mich stets gern auch einen Blick in ihre Dosen werfen – wo kann man das bei Online-Produkten?

Was Sie über Pfefferminzöl   wissen sollten, dazu finden Sie einige Informationen z.B. hier:

Und natürlich bei Ihrem Apotheker, der Sie über Pfefferminzöl und seine Verwendung ebenso wie Ihr Arzt beraten kann und gern beraten wird. 

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3 comments

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