Hagebutten – Augen auf für das neue Erntejahr beim Spaziergang

© Liz Collet

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Die Bärlauchsaison nutzen einige inzwischen, manche scheuen davor zurück, noch Bärlauch zu ernten, wenn er bereits zu blühen beginnt. Das muss nicht sein, zumal Blüten und Knospen ihrerseits köstlich schmecken. Man kann sie beispielsweise in eine Mischung aus Pflanzenöl, Holunderblüten- oder anderen milden Essig geben und mit wenig Salz und Pfeffer zu Salat oder Käse verwenden.

Bratkartoffelsalat © Liz Collet

Bratkartoffelsalat © Liz Collet

Über die knusprig gebratenen Kartoffeln geträufelt, wird daraus ein schmackhafter lauwarmer Bratkartoffelsalat.

Variationen mit Käse und Bärlauchbüten © Liz Collet

Variationen mit Käse und Bärlauchbüten © Liz Collet

Die Blüten schmecken auch fein und würzig auf Butterbrot, vielleicht zusammen mit Schnittlauch, Radieschen, Tomate, Gurke oder Käse oder im Kräuterdip oder -Topfen zu Pellkartoffeln. Und auch die Knospen kann man sehr gut marinieren und beispielsweise zu gegrilltem Fleisch oder zu kaltem Braten oder Kassler geniessen.

© Liz Collet

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Und während man diese und andere aktuell zu erntenden Wildkräuter beim Spaziergang sucht, schadet es nicht, sich einmal nach den Pflanzen, Hecken und Sträuchern umzusehen, die erst später im Laufe des Jahres Schätze der Natur bieten werden. Oft genug höre ich nämlich im Gespräch, dass mancher gern mal derlei ausprobieren und nutzen würde, aber nicht weiss, wo er diese finde. Und wenn im Fernsehen und in Medien dazu berichtet werde, hätte man zwar Lust darauf, finde aber beim Spaziergang an folgenden Tagen eben nicht “auf Anhieb” Plätze und Pflanzen, Hecken oder Sträucher, wo man diese dann auch ernten könne oder erst dann, wenn sie bereits über die Ernte hinaus seien.

© Liz Collet

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Diese Hürde nimmt man nur dadurch, dass man nicht immer nur zur jeweiligen möglichen Erntezeit für eine Stunde rausgeht und sich dann wundert, wenn man nicht beim ersten Spaziergang das Gewünschte, dieses auch im richtigen Stadium zum Ernten und auch noch in praktikabler Menge findet. Sondern regelmässig bei Spaziergängen den Blick mitwandern lässt, was rechts und links des Weges zu entdecken, zu erkennen ist.

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Wo beispielsweise Brombeerhecken wachsen, kann man an den Blüten und ihren Dornen erkennen, bevor die Blätter, die im Laufe des Jahres für Tee gesammelt werden können, gepflückt werden und lange, bevor die Beeren reifen.

Rosenpavillon am Ammersee © Liz Collet

Rosenpavillon am Ammersee © Liz Collet

Ebenso ist es mit den Hecken der wilden oder Hundsrosen, die später im Jahr Hagebuttenfrüchte farbenfroh reifen lassen und Genuss als Tee, als Hagebuttenmus liefern können. Kostenlos und mit ein wenig Bedacht gegen die Stacheln macht ihre Ernte auch Kinderhänden Freude. Wer hat nicht als Kind Hagebutten gepflückt, um mit den Kernen anderen Streiche zu spielen, denen man sie in den Hemd- oder Blusenkragen fallen liess, damit sie als “Juckpulver” wirken? Selbst Lehrer waren nicht sicher davor.

Mit den richtigen Rosenblütenblättern lassen sich zudem auch andere köstliche Vorräte zubereiten, wie Rosenblütengelee, Rosenblütentee, Rosenblütensirup oder -likör.

Man erntet nicht in rauen Mengen, sondern nur für den eigenen Bedarf, aber auch für diesen ist es nunmal gut zu wissen, wo man diesen findet und von Zeit zu Zeit dort vorbeizuschauen, wie weit die Blüten und die Früchte mit der Reife sind. Und sie dann im idealen Zeitraum zu pflücken und zuhause verarbeiten zu können. Für 1-2 Gläser Hagebuttenmus sind natürlich einige Hagebutten vom Stiel und Blütenansatz zu befreien, zu halbieren, zu waschen (damit die Härchen auch mit den Nüsschen darin sämtlich entfernt sind) und mit Zucker zu köstlichem Mus zu kochen.

Hagebuttenschlemmerle © Liz Collet

Hagebuttenschlemmerle © Liz Collet

Ebenso wenn Sie die halbierten und dann noch kleiner geschnittenen Hagebutten trocknen wollen, um sie als Tee aufzugiessen.
Die Nüsschen sollten Sie übrigen nicht wegwerfen. Warum nicht und was an ihnen so gesund sein kann, auch wenn man sie nicht zur eigenen Erheiterung und der von Lehrern, die auch gut nach dem Streich mit- und über sich selbst lachen können (Lachen ist bekanntlich gesund) in deren Hemdkragen streut, das sehen Sie in diesem kleinen Videobeitrag der Sendung Gesundheit mit dem Kräuter Wastl.

Und nun…………einen schönen Tag mit besten Aussichten nicht nur auf das in Frühlingsfarben gekleidete Murnauer Moos, sondern auch auf die Schätzchen der Natur, die nicht unter Naturschutz, sondern als gesunde und zudem kostenlose Nahrungsmittel zur Verfügung und entlang des Weges und im Wald und auf Wiesen stehen. Unter anderem Giersch, Vogelmiere, Brennessel, Löwenzahnblätter, -blüten und -knospen, Rotklee, Gänseblümchen und viele andere mehr.

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